Herbstzeit – die Zeit des Wandels

„Leben ist das, was passiert, während du fleißig dabei bist, andere Pläne zu schmieden.“

John Lennon

Der Herbst lässt uns Veränderung bewusst werden.

Er klopft an, der Herbst – mal leiser, mal lauter. Eine Jahreszeit, die mir Wandel und Veränderung sehr bewusst werden lässt:  die Tage werden kürzer, die Abende länger, das Laub zeigt sich noch einmal in seiner voller Farbenpracht, wie sie nur die Natur in ihrer Vielfalt erschaffen kann, bevor sie sich in die Winterruhe zurückzieht.  Es heißt Abschied nehmen von der Leichtigkeit des Sommers. Es beginnt vielmehr die Zeit der Innenschau und des Rückzuges.

Veränderung als Übergang zu etwas Neuem sehen

Veränderungen heißen wir meistens nicht willkommen, da sie ein Umdenken erfordern und wir Gewohntes eben doch bevorzugen.

Was wäre jedoch ein Leben ohne Veränderung? Ich denke, sie ist auch oftmals eine Chance, ja sogar eine Möglichkeit der Weiterentwicklung. Könnten wir uns heute einen Alltag ohne die moderne Technik vorstellen? Wohl kaum!

Manchmal sind es auch unsere Bedürfnisse, die Veränderung laut werden lassen. War ich noch vor vielen Jahren überzeugt, eine echte „Stadtpflanze“ zu sein, haben sich meine Bedürfnisse gewandelt. Mehr denn je schätze ich Freiheit, Platz, Natur und auch die Stille, fernab vom urbanen Treiben. Ob sich dieses Bedürfnis verstärkt oder sich wieder zurückzieht? Ich weiß es nicht. Ich beobachte, lasse es auf mich zukommen.

Offen und neugierig sein

Wir können Veränderungen nicht aufhalten, sie werden passieren, ob wir wollen oder nicht.

Begegnen wir ihnen mit einem gewissen Maß an Offenheit und Vertrauen, so können wir uns Neuem zuwenden, neugierig auf all die Dinge, die das Leben für uns bereithält. Es mag Situationen und Ereignisse geben, bei denen uns diese Sichtweise zugegeben sehr schwer fällt, wie etwa eine schwere Erkrankung eines geliebten Menschen. Das will ich nicht „schönschreiben“. Das meinte ich auch gar nicht, sondern vielmehr die alltäglichen Veränderungen, die uns manchmal so schwerfallen anzunehmen und sich dann doch oftmals als gar nicht so nachteilig, wie zunächst gedacht, erweisen.

Bild: Ursula Reinhold